München. Eine wichtige Rolle soll dabei auch die Rendite des Handels spielen. Im vergangenen Jahr sei sie „nicht ausreichend“ gewesen, sagte Fritze. „BMW ist ein Premiumhersteller und wir sollen eine Premium-Handelsorganisation sein. Dann muss es auch eine Premium- Rendite geben. Davon sind wir im Moment weit entfernt.“ Als Ziel nannte er mehr als 1,5 Prozent. Die Rendite hänge zwar von vielen Faktoren ab, aber auch von den Prozessen, die vom Hersteller vorgegeben werden. „Da muss man mal sehen, was muss wirklich sein und was löst welche Kosten aus.“ Verändern will Fritze auch die Mitgliedersituation des Verbands. 24 BMW-Händler in Deutschland sind nicht im VDB vertreten. Diese fehlenden 14 Prozent will er in den Verband holen. Also auch jene Betriebe, die vor gut einem Jahr im Streit austraten. Drei sind zurückgekehrt, fünf blieben draußen. Auch Händler, die nicht im Verband sind, profitierten von dessen Arbeit, argumentiert Fritze. Mitzumachen sei eine Frage der Kollegialität. Allerdings räumte er auch ein, dass es in der Vergangenheit Defizite bei Kommunikation und Einbeziehung gegeben habe. Dies will der Verband ändern.
Händlerverband
BMW-Partner wollen mehr Mitsprache und Marge
Der Verband Deutscher BMW-Vertragshändler (VDB) will eine bessere Einbindung seiner Mitglieder und eine intensivere Zusammenarbeit mit dem Hersteller erreichen. Man habe mit dem deutschen Vertriebschef Roland Krüger und dessen Team zehn Handlungsfelder definiert, zu denen man sich monatlich treffe, sagte VDB-Präsident Michael Fritze, der das Amt im vergangenen Oktober übernommen hatte. Der Verband soll sich so bei wichtigen Themen früher einbringen können. Zudem sollen auch Mitglieder, die nicht der VDB-Spitze angehören, an den Treffen teilnehmen. Man wolle diese stärker einbeziehen und ihr Know-how nutzen, sagte Fritze, der bis Mitte des Jahres mit ersten Ergebnissen rechnet.