München. Obwohl der BMW-Konzern seit Jahresbeginn ausschließlich Öl von Shell empfiehlt, nutzen viele deutsche BMW-Händler in der Werkstatt weiterhin Castrol: Die Wirtschaftsgesellschaft des BMW-Händlerverbands (WiGe) und der Schmierstoffhersteller beschlossen jüngst, dass sie ihre bestehende Zusammenarbeit intensivieren wollen, wie Castrol mitteilte. Auch der BMW-Händlerverband (VDB) erklärte, man werde die „vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Castrol fortsetzen“. Allerdings hat die WiGe seit Anfang Juli auch Shell im Portfolio. So stehe es jedem Betrieb frei, „sich für einen der beiden Lieferanten oder auch für einen dritten zu entscheiden“.
Die BMW-Händler halten damit dem Schmierstoffpartner Castrol die Treue, der von 1999 bis Ende 2014 einziger empfohlener Lieferant von Motoröl im Aftersales-Bereich des BMW-Konzerns war. Im November vergangenen Jahres hatte der Autobauer dann angekündigt, ab 2015 nur noch Shell zu empfehlen. Auf Anfrage teilte BMW mit, man empfehle den Händlern, das Öl des offiziellen BMW-Lieferanten zu verwenden und zu vertreiben. „Es ist aber die Entscheidung des eigenständigen Händlers, dieser Empfehlung zu folgen.“ Ein Sprecher der deutschen Castrol-Vertriebsgesellschaft sagte: „Grundsätzlich sind die Händler frei in der Wahl ihres Schmierstofflieferanten.“ Die Entscheidungsträger im VDB und in der Wirtschaftsgesellschaft sähen in Castrol einen Partner, der „die Rendite im Servicegeschäft stärkt“. Michael Hansen, der bei Castrol das Autohaus- und Werkstattgeschäft leitet, freute sich „über die Fortführung der sehr vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Verband und der Händlerschaft“.