München. BMW kämpft mit weitaus größeren Schwierigkeiten als bisher bekannt. Automobilwoche wurden vertrauliche Papiere aus dem Konzern zugespielt, die eine ganze Reihe drängender Probleme in den verschiedenen Ressorts des Premiumherstellers belegen.
Mit Blick auf Produktion, Vertrieb und Handel gibt der BMW-Betriebsrat bereits Großalarm. „Da sich in den vergangenen Monaten die Neufahrzeuge nur sehr schwer und schleppend verkauft haben“, so Manfred Schoch, Chef der BMW-Arbeitnehmervertreter, bei der jüngsten Betriebsversammlung in München, „haben sich die Lagerbestände bei den Händlern exorbitant erhöht“. Schochs Befürchtung:„Bei einer weiteren Erhöhung der Lagerbestände muss man damit rechnen, dass rund zehn Prozent der Händler in die Insolvenz gehen würden.“
Den aktuellen Verkaufsrückgang von BMW etwa in den USA beziffert der Betriebsrat intern mit acht Prozent, in Südafrika mit 13 und in Japan gar mit 14 Prozent gegenüber 2007. Schoch: „Wir müssen feststellen, dass gerade die Fahrzeuge, die wir hier in München produzieren, nämlich die Dreier-Limousine und der Touring, von diesem Rückgang extrem betroffen sind.“