Brühl. Genau wie die Touchscreen- Navigation im aufgeräumten Cockpit oder die umklappbare Lehne des Beifahrersitzes ist dieser Motor für Pradčre Beleg dafür, dass Dacia technologisch aufgeschlossen hat und nicht nur abgelegte Technik von Renault aufträgt. Der Preis bleibt unerreicht niedrig – bei modernerer Technik und umfangreicherer Ausstattung –, dafür schrumpft das Platzangebot. Mit 4,49 Metern ist der neue MCV spürbar kürzer als sein Vorgänger und bietet bei 573 bis 1518 Litern rund ein Drittel weniger Kofferraumvolumen. Für Kunden mit mehr Platzbedarf gibt es eine Lösung, rechtfertigt ein Dacia-Sprecher den Schrumpfkurs: „Anders als früher haben wir nun ja auch den Hochdachkombi Dokker und die Großraumlimousine Lodgy im Programm.“
Billigster Lader im Land
Die Basis ist neu, doch die Positionierung ganz die alte: Auch wenn der Dacia Logan MCV zur Markteinführung im Herbst die Plattform gewechselt hat, bleibt er mit einem Grundpreis von 7990 Euro mit Abstand billigster Kombi im Land. Möglich mache das die enge Verzahnung mit dem ebenfalls von Grund auf erneuerten Schrägheck-Modell Sandero und allen anderen Dacias, sagt Thierry Pradčre, Marketingmanager der rumänischen Renault-Tochter. Nicht nur die Innenräume seien sehr ähnlich, sondern sogar 70 Prozent der Blechteile identisch. Angeboten wird der Logan MCV mit einem 90-PS-Diesel, mit einem 1,2 Liter großen 75-PS-Motor für Benzin oder Flüssiggas sowie mit dem nagelneuen Turbo-Dreizylinder mit 90 PS, der auch im Renault Clio steckt.