Graz/Aspern. Drei Zulieferer stehen für fast die Hälfte des Umsatzes der österreichischen Automobilindustrie: Magna, das BMW-Motorenwerk in Steyr und General Motors Powertrain (seit Mai Opel Wien) in Aspern bei Wien dürften zusammen auf rund neun Milliarden Euro kommen. Der Gesamtumsatz der Branche liegt bei 22,5 Milliarden Euro. Das BMW-Werk in Oberösterreich erzielte 2010 gut drei Milliarden Euro Umsatz, die Werte für Magna (über drei Milliarden) und GM Powertrain (bis zu drei Milliarden) beruhen auf Schätzungen, da beide keine Daten für Österreich bekannt geben. Im ständigen Auf und Ab eines Auftragsfertigers zeichnet sich für Magna Steyr in Österreich ein zweites erfreuliches Jahr ab.
In der Grazer Gesamtfahrzeugfertigung erwarten Branchenkenner nach 86.310 Einheiten im Jahr 2010 für 2011 Stückzahlen deutlich im sechsstelligen Bereich. Im Jahr 2009 war die Gesamtfahrzeugfertigung um 55 Prozent auf nur noch 56.913 Einheiten abgesackt. Im Spitzenjahr 2006 hatten rund 248.000 Fahrzeuge das Werk in Graz verlassen. Der Umsatz sank 2009 von 2,25 auf 1,27 Milliarden Euro und erholte sich 2010 auf 1,6 Milliarden Euro. Wegen der häufigen Wechsel im Modellprogramm sind mittelfristige Prognosen für das Werk in Graz schwierig. So ist im vorigen Jahr einerseits die Fertigung des Erfolgsmodells BMW X3 nach rund sieben Jahren ausgelaufen. Andererseits startete die Fertigung des ebenfalls erfolgreichen Mini Countryman. Zudem schlug der Peugeot RCZ, der Ende 2009 angelaufen war, erstmals ein volles Jahr zu Buche. Kürzlich lief der 30.000. RCZ bei Magna vom Band. Aktuell fertigt Magna Steyr die Alukarosserie des Mercedes SLS AMG – und seit 1979 die Mercedes G-Klasse. Der Aston Martin Rapide hingegen wird nicht mehr in Graz gebaut.