Crewe. Nach einem Absatzrekord mit weltweit mehr als 6.000 verkauften Einheiten in 2004 stellt sich der englische Nobelwagenhersteller Bentley Motors auf eine weiterhin hohe Nachfrage ein. "Ich rechne mit einem guten Jahr 2005", erklärte Markenchef Franz-Josef Paefgen im Interview mit Automobilwoche.
Doch obwohl Bentley "an der Kapazitätsgrenze arbeitet" (Paefgen) und demnächst eine neue Limousine auf Basis des Coupés Continental GT vorstellen wird, sind keine Neueinstellungen geplant. "Die Kapazitäten für unsere neue Limousine bekommen wir über eine Reduzierung des GT-Volumens", so Paefgen. Der Beschluss über eine zusätzliche Endmontage des neuen Bentley im Dresdner Phaeton-Werk der Muttergesellschaft VW fällt voraussichtlich Ende des Monats.
Ein neues Cabriolet auf Basis des Top-Modells Arnage in der Art der jüngst präsentierten Studie Drophead Coupé wird Bentley vermutlich ab 2006 anbieten. "Das Segment der grossen Fahrzeuge ist für uns essenziell", so Paefgen, "ein Nachfolger für den offenen Azure hatte daher höchste Priorität." Den Einsatztermin für ein weiteres Cabriolet, diesmal abgeleitet vom Typ Continental, hält Paefgen offen: "Wann wir ein drittes Derivat bringen, mit dieser Entscheidung lassen wir uns Zeit."