Las Vegas. Noch trägt sie das Tarnkleid der Erlkönige. Doch kurz vor der Premiere im Januar in Detroit verrät Mercedes erste Details zur neuen E-Klasse. Im Ringen mit Audi A6 und BMW Fünfer hat Chefingenieur Michael Kelz dabei vor allem an drei Schrauben gedreht: Die Baureihe W 213 soll mit neuen Assistenzsystemen zur intelligentesten Businessclass-Limousine der Welt werden, einen deutlichen Effizienzsprung machen und dank aufwendigerer Sitze als in der S-Klasse mehr Komfort bieten. "Und wenn erst einmal die Kritzelfolie runter ist, sieht sie auch noch besser aus", sagt Kelz.
Kelz' ganzer Stolz ist der neue Drive Pilot, mit dem Mercedes das Autobahnfahren so weit automatisiert, wie es der Gesetzgeber erlaubt. Die mit verdoppelter Rechenleistung und erstmals mit FlexRay statt CAN-Bus ausgestattete Limousine hält deshalb nicht nur bei Geschwindigkeiten bis 210 km/h auch auf kurviger Strecke den Kurs, selbst wenn zwischendurch keine Fahrbahnmarkierungen sichtbar sind. Sie berücksichtigt auch Tempolimits und zieht an langsameren Fahrzeugen vorbei, wenn der Fahrer kurz den Blinker betätigt. Anders als heute muss er dabei nicht mehr regelmäßig ins Lenkrad greifen – ein Wisch über die Zentraltaste der neuen BlackBerry-Einheit an den Lenkradspeichen genügt, schon hat der Fahrer wieder für ein paar Minuten Ruhe. Zudem schlägt der Drive Pilot bei Gefahr Alarm und bremst die E-Klasse notfalls bis zum Stillstand.
Zu den weiteren elektronischen Errungenschaften zählt ein Assistent, der Fußgängern ausweicht. Es gibt zwei riesige Bildschirme anstelle der Analoginstrumente, Pixel-Scheinwerfer mit 84 LED-Punkten sowie erstmals Car-to-Car-Kommunikation. Außerdem kann man die E-Klasse mit dem Handy öffnen, anlassen und vom Gehweg aus einparken.