Airdream (Citroën)
Airdream heißt nicht nur eine Fahrzeug-Studie, sondern auch das Umweltsiegel von Citroën. Drei Kriterien müssen erfüllt sein, damit Modelle dieses Label erhalten:
-- maximal 130 g/km CO2-Ausstoß bei Dieseln oder Benzinern (andere Grenzwerte für mit Biodiesel oder Bioethanol betriebene Autos siehe Peugeot)
-- Produktion in einem nach ISO 14001 zertifizierten Werk
-- Wiederverwertbarkeit des Fahrzeugs zu 95 Prozent
Modelle: Rund 40 Versionen von C1 bis C5.
BlueLion (Peugeot)
Das BlueLion-Umweltsiegel von Peugeot entspricht exakt dem Airdream-Label von Citroën. Bei beiden PSA-Marken gelten höhere CO2-Grenzwerte, wenn das Auto mit B30-Biodiesel betrieben wird und einen Dieselpartikelfilter besitzt oder mit Bioethanol E85 betankt wird. Dann sind 158 beziehungsweise 200 Gramm CO2/km zulässig, weil die Biokraftstoffe bei der "Well-to-Wheel"-Betrachtung entsprechend besser abschneiden.
Modelle: 31 Versionen von 107 bis 407.
BlueMotion (VW)
2006 startete mit dem Polo BlueMotion das erste Modell mit der neuen Ökobezeichnung, 2007 folgten Passat und Passat Variant. Auf der IAA die nächste Offensive: VW präsentierte sechs weitere Modelle mit der TDI-Spartechnologie, darunter den sparsamsten Golf aller Zeiten (119 g CO2/km). Hochgerechnetes Sparpotenzial der BlueMotion-Flotte laut VW: bis zu vier Millionen Liter Kraftstoff pro Jahr in Deutschland.
Modelle: Neun Versionen von Polo bis Passat.
BlueTec (Mercedes-Benz)
BlueTec heißen die Saubermänner bei den Mercedes-Dieseln. Zwei Arten der Abgasnachbehandlung dürfen bei den Schwaben dieses Attribut tragen: Modelle mit einem speziellen NOx-Speicherkatalysator wie der im Oktober 2006 in den USA eingeführte E 320 und Modelle wie der ab Dezember lieferbare E 300, bei denen die Stickoxidemissionen mittels Harnstoff-Einspritzung (AdBlue) und SCR-Kat reduziert werden.
Modelle: E 320 BlueTec (USA) und E 300 BlueTec (Europa).
e (Audi)
Die kürzeste Bezeichnung hat Audi eingeführt: Mit dem Buchstaben "e" (wie effizient) kennzeichnen die Ingolstädter ihre besonders sparsamen Modelle. Schon am Start sind zwei A3-Versionen mit 105 PS starkem TDI-Motor, die einen CO2-Wert von 119 g/ km erzielen. Audi will das Angebot an "e"-Varianten zügig ausweiten und das Kürzel nach den Diesel-Direkteinspritzern auch an die Benzin-Direkteinspritzer FSI und TFSI hängen.
Modelle: A3 1.9 TDI e und A3 1.9 TDI e Sportback.
EcoFlex (Opel)
Opel will künftig in jeder Reihe eine EcoFlex-Version anbieten. 2008 startet der Corsa 1.3 CDTI EcoFlex. Dank längerer Achsübersetzung kommt der kleinste Vierzylinder-Common-Rail-Turbodiesel der Welt auf einen CO2-Wert von 119 g/km. Anders als Ford und VW beschränkt Opel die Ökobezeichnung aber nicht auf Dieselautos: Auch die CNG-Erdgasmodelle und die Verschrottungsprämien-Aktion heißen EcoFlex.
Modelle: Corsa 1.3 CDTI, Zafira CNG und Combo CNG.
Econetic (Ford)
Besonders sparsame Diesel heißen bei Ford künftig Econetic. Erstes Modell der neuen Ökoreihe ist der Focus 1.6 TDCi (115 g CO2/km), der Anfang 2008 debütiert. Der cw-Wert wurde per Karosserie-Kit und Tieferlegung auf 0,31 verbessert, außerdem sind rollwiderstandsarme Reifen aufgezogen. Auch der Wirkungsgrad im Antriebsstrang wurde erhöht: So kommt beim Öko-Focus ein spezielles Getriebeöl mit besonders niedriger Viskosität zum Einsatz.
Modell: Focus 1.6 TDCi.
Ecomotive (Seat)
Mit dem Ibiza Ecomotive (99 g CO2/km) will Seat testen, wie ein Ökomodell ankommt. "Wir warten die Kundenresonanz ab und können dann kurzfristig reagieren", heißt es auf die Frage, ob in anderen Baureihen ähnliche Sparversionen geplant sind. Die Modifikationen des Ibiza: längere Getriebeübersetzung, neue Software im Steuergerät, verbesserte Aerodynamik und weniger Gewicht durch kleinere Reifen und den Verzicht auf das Ersatzrad.
Modell: Ibiza 1.4 TDI.
Eco2 (Renault)
Auf den ersten Blick klingen die Kriterien vertraut: Um das Gütesiegel zu erhalten, müssen Renault-Modelle einen CO2-Grenzwert erfüllen, in einem ISO-14001-Werk produziert worden und zu 95 Prozent recycelbar sein. Doch der Grenzwert bei Eco2 liegt höher als bei PSA: 140 Gramm CO2/km werden bei Benzinern und Dieseln toleriert. Biodiesel- sowie Bioethanol-Autos erhalten das Gütesiegel grundsätzlich.
Modelle: Neun Reihen von Twingo bis Laguna.
GreenLine (Skoda)
Die GreenLine-Versionen (so heißen auch die Öko-Autos von Saturn in den USA) bilden bei Skoda künftig eine Modellfamilie. Den Anfang machen Fabia und Fabia Combi, die als 1.4 TDI mit 80 PS einen CO2-Wert von 109 g/km schaffen. Ein weiteres GreenLine-Modell wird Ende 2007 zunächst in Schweden eingeführt: der Octavia Combi FlexFuel. Sein 1,6-Liter-Motor kann das Ethanol-Benzin-Gemisch E85 verbrennen.
Modelle: Fabia, Fabia Combi, Octavia Combi.