Essen. In einer gemeinsamen Aktion wollen der TÜV Nord, mehrere Autohersteller und ein Teilehändler zusätzliche Ausbildungsplätze in Nordrhein-Westfalen schaffen. Mit dem sogenannten Ausbildungs-Turbo NRW sollen vor allem Unternehmen der Autobranche angesprochen werden, deren Geschäftsführung einen Migrationshintergrund hat. Deshalb engagiert sich auch der Verband türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa bei dem Programm, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Europäischen Union gefördert wird. Aus der Autobranche beteiligen sich Volkswagen, BMW, Toyota, Hyundai und Renault Deutschland sowie der Verband der Opel-Händler, der Verband der Mercedes-Vermittler und Temot-Autoteile.
Notwendig ist die Aktion, weil in Nordrhein-Westfalen bislang nur 15 Prozent der kleinen und mittelständischen Betriebe mit Inhabern ausländischer Herkunft ausbilden. In den kommenden Jahren sollen nun 90 zusätzliche Ausbildungsplätze entstehen. Dazu werden gezielt einzelne Händler, Händlerverbände und Niederlassungen der teilnehmenden Hersteller angesprochen. Das Projektteam erstellt anschließend Ausbildungsplatz-Profile und sucht passende Bewerber für die Betriebe. "Je besser die Vorauswahl, umso geringer die Abbruchwahrscheinlichkeit", sagt Rainer Westerwelle, Leiter des Schulungßentrums des TÜV Nord.