Berlin. Dünne Bretter sind ihre Sache nicht. In Antje Woltermanns Arbeit geht es oft um politische Spitzfindigkeiten und juristische Winkelzüge. Die Geschäftsführerin des ZDK kämpft nun auch als Vizepräsidentin des europäischen Verbands Cecra für das Recht der Autohändler. Ihr Wunsch: "Dass sich die europäischen Händler mehr auf das konzentrieren, was sie eint, als auf das, was sie trennt." Um diesem Ziel näher zu kommen, fährt sie einmal pro Woche von Bonn nach Brüssel und bleibt dann für ein oder zwei Tage. Gespräche führen, das bestehende Netzwerk erweitern. Dass sie eine Frau ist, sei dabei weder hilfreich noch hinderlich, sagt die gebürtige Delmenhorsterin.
Privat nimmt die 57-Jährige auch deutlich längere Strecken in Kauf, wenn es zu ihrem Lieblingsziel geht. Im Januar nächsten Jahres geht es nach Australien. "Zum 16. Mal. Diesmal mit Tasmanien", sagt sie. Auch in Asien ist sie häufig unterwegs, dort hat sie sogar mit einem Chinesisch-Kurs begonnen. "Ich möchte fließend Mandarin sprechen. Und das schaffe ich auch noch."
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