München. Die klare Aussage von Scout24 versuchte die Autobörse im Nachgang zu relativieren: Das Werkstattportal solle in eine externe Gesellschaft ausgegliedert werden und gemeinsam mit einem Investor entwickelt werden. Wie lange vor der drohenden Abwicklung Zeit für die Suche nach einem Investor für das Werkstattportal bleibt, blieb zunächst offen. Dass sich die Scout24-Gruppe vom Werkstattportal trennen will, verwundert angesichts des avisierten Börsengangs nicht. Schließlich schreibt das Werkstattportal rote Zahlen und belastet damit die Bilanz der Mutter. Die Erleichterung im Deutschen Kfz-Gewerbe ist dennoch groß: Auf Kunden, die allein nach dem billigsten Angebot suchen, lasse sich beim Service offenbar kein tragfähiges Geschäftskonzept gründen, erklärte der ZDK.
AutoScout24
Aus für Werkstattportal
Scout24, der Mutterkonzern von AutoScout24, erwägt einen Börsengang. Das hat massive Auswirkungen auf die Tochter. Nachdem bereits bekannt geworden war, dass das Unternehmen derzeit Stellen abbaut, will man sich nun auch vom Werkstattportal trennen. Bei einer Präsentation der Zahlen erklärte Scout24 jüngst, dass die Tochter nicht mehr in das Werkstattportal investiere. Man werde es „entweder an externe Investoren veräußern oder abwickeln“.