Ingolstadt. Audis Vorstandschef Rupert Stadler hat das größte Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte angeschoben und damit die Weichen für die Zukunft gestellt. Für die kommenden fünf Jahre plant er Investitionen in Höhe von 13 Milliarden Euro ein. Diese Summe ist für neue Produkte und Technologien sowie den Ausbau der Standorte gedacht. Allein für die Werke Ingolstadt und Neckarsulm sind knapp acht Milliarden Euro vorgesehen. Stadlers Strategie ist klar: Nachdem er 2011 beim Absatz Mercedes- Benz übertroffen hat, will er nun auch den Erzrivalen BMW überholen und zur Nummer eins der weltweiten Premiumanbieter aufsteigen. Spätestens 2017 will Stadler sein Ziel erreichen.
Audi in Spendierlaune
Audis Vorstandschef Rupert Stadler hat das größte Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte angeschoben und damit die Weichen für die Zukunft gestellt. Für die kommenden fünf Jahre plant er Investitionen in Höhe von 13 Milliarden Euro ein. Diese Summe ist für neue Produkte und Technologien sowie den Ausbau der Standorte gedacht.
1400 Mitarbeiter für Györ
Im Zuge der Expansionsstrategie werden auch die internationalen Standorte ausgebaut: Das Werk im ungarischen Györ erweitert Audi derzeit zu einer vollwertigen Fabrik. Bis 2013 soll der Standort neben der bereits bestehenden Motorenfertigung und Fahrzeugmontage auch über einen Karosseriebau, eine Lackiererei und ein Presswerk verfügen. Audi will dort das neue A3-Stufenheck- Modell produzieren, das 2013 auch in China vom Band laufen soll. Im südchinesischen Foshan baut der Autohersteller zurzeit sein zweites Werk. Parallel zum Ausbau der Standorte soll auch die Zahl der Audi-Beschäftigten weiter steigen.
„Wir wollen international stark wachsen und besonders unsere Kompetenzfelder Leichtbau und Elektromobilität stärken“, sagt Personalvorstand Thomas Sigi. Er kündigte an, die Belegschaft 2012 um „1200 Experten“ aufzustocken. Im vergangenen Jahr hatte Audi 3500 Arbeitskräfte eingestellt, so viele wie noch nie in einem Jahr. Allein für Györ wurden mehr als 1400 Mitarbeiter angeworben. Auch dem Fachkräftemangel will Sigi entgegenwirken. Der Hersteller hat angekündigt, Auszubildende und Mitarbeiter, die parallel studieren, nach dem Abschluss in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu übernehmen. Zurzeit entwickelt das Unternehmen ein Programm, um den eigenen Nachwuchs über die Ausbildung hinaus weiter zu fördern. Mit neuen Modellen will Audi auch 2012 den Absatz ankurbeln. Hoffnungsträger ist die neue Generation des A3. Mit den Hybridversionen der Limousinen A6 und A8 will Audi zum technischen Vorreiter BMW aufschließen.