München. Noch führen in den USA Pick-up-Trucks die Zulassungsstatistiken an. Noch ist die F-Serie von Ford das beliebteste Automobil der Amerikaner. Doch auch der Pritschenwagen-Primus hat im vergangenen Jahr verglichen mit 2006 an Boden verloren (minus 13,2 Prozent). Ganz im Gegensatz zum Toyota Tundra, der ordentlich zulegen konnte (plus 57,9 Prozent). In absoluten Stückzahlen beträgt die Differenz zwar noch fast 500.000 Fahrzeuge, doch zumindest den Sierra von GM (minus 1,2 Prozent) dürften die Japaner 2008 hinter sich lassen.
Asiens Autobauer, allen voran Toyota, lassen der darbenden US-Konkurrenz also keine Ruhe. Selbst auf dem ureigensten Terrain der „Detroit Three“, den Pickups, greift Toyota an.
Nur in Kalifornien und New York – dort vor allem in den Wohngebieten der Besserverdienenden mit gehobenem Bildungsstand – sind zunehmend umweltfreundliche Fahrzeuge zu sehen. Gerade hier konnte Toyota mit dem Hybrid-Auto Prius (plus 69,4 Prozent) punkten. Nun drängen auch die deutschen Autobauer mit dem sparsamen Diesel in die größer werdende Marktlücke umweltfreundlicher Autos.
Bereits 2007 hat sich gezeigt, dass die US-Kunden gerne zu Premium-Produkten aus Good Old Germany, die nicht unbedingt sparsam sein müssen, greifen. Audi kann sich über einen Zuwachs von 3,8 Prozent freuen, der fast ausschließlich auf den Q7 (plus 106,9 Prozent) zurückzuführen ist. Der TT kam ebenfalls gut an (plus 356,5 Prozent). Bei Porsche (plus 1,4 Prozent) zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch im vergangenen Jahr war auf den Sportwagen-Klassiker 911 Verlass (plus 3,7 Prozent). Der modifizierte Cayenne (plus 18,7 Prozent) sorgte ebenfalls für gute Stimmung in Zuffenhausen.
Der Cayenne-Konkurrent BMW X5 legte sogar um 31,4 Prozent zu. Dabei dürfte der Offroader den Bayern umso mehr Freude bereiten, da er im Gegensatz zu vielen Konkurrenten in den USA gebaut wird und damit der starke Euro nicht die Bilanz vermiest. Das gilt auch für die M-Klasse von Mercedes, die um 7,1 Prozent zulegte. Die deutlich größere GL-Klasse nähert sich dem kleinen Bruder weiter an (plus 40,6 Prozent). Insgesamt wurden in den USA 2,2 Prozent mehr Autos mit dem Stern verkauft. Bei den Pkw konnte allerdings nur die C-Klasse nennenswert zulegen (plus 26,9 Prozent). Doch zum Trost für GM, Ford und Chrysler kommt der Verlierer des Autojahres 2007 nicht aus den USA: Die Toyota-Tochter Scion verlor 24,8 Prozent.