Balocco/Italien. Der limitierende Faktor ist allerdings die Produktion: Mehr als 3500 Fahrzeuge im Jahr können nicht gebaut werden. Und da ist der geplante Roadster schon mitgerechnet. Rund 1500 davon bleiben in Europa, mit dem Rest will Alfa Romeo die Expansion nach Asien und die Rückkehr nach Amerika vorantreiben. Ein Chassis aus Carbon, 125 Produktionsstunden zumeist in Handarbeit, kleine Stückzahlen und ein konkurrenzlos niedriger Preis – dennoch will Alfa Romeo damit Geld verdienen: „Anders als mancher finanzstarke Hersteller aus Deutschland können wir uns keine Prestigeobjekte zum Draufzahlen leisten“, sagt Vignon. Er sieht im 4C zudem eine Art Märchenprinz, der die schlafende Schönheit Alfa Romeo wachküssen soll. Das Aufwachen könnte dann allerdings noch ein wenig dauern. Denn Vignon räumt ein, dass Alfa- Kunden sich beim Blick auf volumenträchtige Neuheiten weiter in Geduld üben müssen: „Unser nächstes völlig neues Auto wird der Spider, den wir für 2015 gemeinsam mit Mazda entwickeln.“ Die große Limousine, die Alfa für den erfolgreichen Relaunch in Amerika braucht, und der überfällige Nachfolger für den 159 kommen genau wie der oft diskutierte Geländewagen – wenn überhaupt – danach. „Genau wie jetzt beim 4C dürfen wir auch bei solchen Volumenmodellen keine Fehler machen und lassen uns deshalb lieber genügend Zeit“, sagt Vignon.
4C soll Alfa Romeo aus dem Tiefschlaf holen
Alfa Romeo feiert die erste echte Modellneuheit seit vielen Jahren und bringt im Oktober den 4C in den Handel. Das 240 PS starke Coupé aus der Maserati-Fabrik in Modena soll laut Europa-Chef Louis-Carl Vignon Technik aus der Formel 1 und Fahrleistungen eines Supersportwagens bieten, aber trotzdem bezahlbar bleiben: „Bei Preisen ab 50.500 Euro können sich diesen Traum viele erfüllen.“