Die Elektromobilität hat es ohnehin schon schwer. Ganz abgesehen von den bekannten Problemen wie geringen Reichweiten und langen Ladezeiten macht ihr derzeit auch der niedrige Ölpreis zu schaffen. Dennoch entwickelt die Branche weiterhin fleißig E-Autos. Um den Kunden die Angst vorm Liegenbleiben zu nehmen, bauen Hersteller wie Tesla, aber auch VW und BMW, auf eigene Kosten das Ladestationen-Netz aus. Zwar können viele E-Autos auch an normalen Haushaltssteckdosen geladen werden, das dauert aber meist erheblich länger als einer einer Ladestation. Da die wenigsten Autofahrer ihre Fahrt alle 200 Kilometer für eine Nacht zum Aufladen unterbrechen wollen, sind solche Ladestationen für die E-Mobilität unverzichtbar. So weit, so gut.
Bei diesen Ladestationen gibt es allerdings einen kleinen Haken: Die verwendeten Stecker sind nicht in allen Fällen kompatibel. So können beispielsweise an den Ladestationen, die VW und BMW in den USA errichten wollen, keine Teslas geladen werden. Warum eigentlich nicht? Ein derart kurzfristiges Denken schadet der E-Mobilität insgesamt. Würde sich die Branche auf einen einheitlichen Stecker einigen, so dass alle E-Autos an allen Ladestationen „tanken“ könnten, würde der Aufbau eines flächendeckenden Netzes deutlich schneller voranschreiten. Schließlich sind aus guten Grund auch die Einfüllstutzen für Benzin und Diesel bei allen Autoherstellern gleich – und zwar weltweit.