Auf der Start-up-Messe Four years from now haben verschiedene Start-ups ihre Ideen für den Verkehr der Zukunft vorgestellt. Das Daimler-Start-up Pactris beispielsweise hat eine App entwickelt, die während des Einkaufs misst, ob die Einkäufe in den Kofferraum passen und zugleich Voschläge für eine möglichst effiziente Beladung macht. "Der Algorithmus zur besten Einlade-Reihenfolge hat uns am meisten Entwicklungsaufwand gekostet", sagt Mitgründer Sebastian Thiemt. Zur Erkennung der Größe der Karton genügt es in den meisten Fällen, den Barcode mit dem Smartphone zu fotografieren, die App sucht dann im Internet nach den dazugehörigen Abmessungen. Die App ist bereits für iOS und Android zu haben und inzwischen so erfolgreich, dass Daimler sie sogar in der konzerneigenen Logistik einsetzt.
Wenn der Chatbot beim Konfigurieren hilft
Ebenfalls spannend: Das Start-Up CityBuzzer. Das Studenten Team hatte im vergangenen Jahr den Hackathon von Daimler in Belrin gewonnen und durfte seine Ideen nun in Barcelona präsentieren. CityBuzzer wertet Social-Media-Aktivitäten aus und sagt damit das Verkehrsaufkommen an bestimmten Punkten zu einer bestimmten Zeit voraus. Die Ergebnisse werden an Taxifahrer und künftig an autonom fahrende Robotaxis weitergeleitet.
Das Team MCI+Simon präsentiert einen Fahrzeugkonfigurator auf Basis eines Chatbos. Statt lange Ausstattungslisten durchzugehen, kann der Kunden im Chat mit der künstlichen Intelligenz sein neues Auto gestalten. Der Bot fragt zum Beispiel, für wofür das neue Auto genutzt werden soll und wie viele Menschen damit fahren wollen. Er reagiert aber auch auf konkrete Wünsche, zum Beispiel nach einer bestimmten Farbe. Jede Änderung wird im Konfigrator sofort umgesetzt, wenn also der Kunde ein rotes Auto möchte, wird das im Bild gezeigt Auto rot. Zu Demonstrationszwecken wird eine X-Klasse konfiguriert, als erstes reales Einsatzgebiet sehen die Gründer aber Smart und Mercedes-Benz Vans. Der Bot basiert auf dem ghleichen Maschine-learning-System wie der virtuelle Assistent Ask Mercedes.
Die Four years from now gehört zum Mobil World Congress, der zur gleichen Zeit stattgefunden hat. Ingesamt haben dort 650 Start-ups ihre Ideen vorgestellt, allerdings ging es nicht bei allen um Mobilität. Hinzu kamen rund 700 Investoren und etwa 19.000 Besucher.
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