Schaeffler verstärkt sich im Bereich autonomes Fahren. Dafür braucht man nicht nur Software und Radar, sondern auch Mechatronik, die dafür sorgt, dass die Steuerimpulse der Computer in mechanische Bewegungen umgewandelt werden. Hier setzt Paravan an.
Der Mittelständler aus Baden-Württemberg hat die notwendige Technik bereits fertig entwickelt und, was für Schaeffler mindestens ebenso wichtig ist, sie weltweit durch Behörden genehmigen lassen, so dass sie überall eingesetzt werden darf. In das neu gegründete Gemeinschaftsunternehmen Schaeffler Paravan Technologie GmbH bringt Paravan seine Space-Drive-Technologie ein, die das Beschleunigen, Bremsen und Lenken eines Fahrzeugs per Kabel ohne mechanische Verbindung erlaubt.
Entwickelt hat Paravan-Gründer Roland Arnold, der Chef des Gemeinschaftsunternehmens wird, die Technik eigentlich für die Fahrzeuge von Schwerbehinderten, etwa von Tetraplegikern. Fahrzeuge mit der Space-Drive-Technologie haben schon 500 Millionen Straßenkilometer unfallfrei zurückgelegt. Die Technik biete "die Basis für größte Veränderung in der Geschichte des Automobils, autonomes Fahren wird Branche stärker verändern als die Elektromobilität", sagte Schaefflers Technik-Vorstand Peter Gutzmer der Automobilwoche.