Die Autos von morgen werden zunehmend durch ihre Software definiert. Fahrzeugfunktionen wie automatisiertes Fahren oder Infotainment stützen sich dabei auf ein starkes Rückgrat an intelligenter Software. Automobilhersteller, Zulieferer und Tech-Unternehmen rangeln um einen Milliardenmarkt.
Laut einer von der Beratung Capgemini durchgeführten Studie „wird der Anteil des Software- geschäfts am Gesamtumsatz der Fahrzeughersteller binnen rund zehn Jahren von heute acht Prozent auf 22 Prozent wachsen und 2031 einen Gesamtmarkt von 640 Milliarden Dollar ausmachen“, sagt Peter Fintl, Director Technology and Innovation bei Capgemini Engineering.
Treiber dieser Entwicklung ist der wachsende Markt an Connected Services, häufig verbunden mit Over-the-Air-Updates und On-Demand-Funktionen. Für Autobauer stellt sich dabei die Frage, ob sie eigene Softwarekomponenten entwickeln, auf Open-Source-Software setzen oder sich für Plattformen von Tech-Playern entscheiden. Für Fintl bietet jeder dieser Ansätze Vor- und Nachteile. Autokonzerne könnten jedoch einen Vorteil ausspielen: Sie haben direkten Zugang zum Endkunden.