Um Personalkosten zu senken, will der angeschlagene Autobauer Opel Stellen abbauen und bietet deshalb großzügige Abfindungen und Vorruhestandsregelungen an. So weit, so normal. Die Angebote werden allerdings von so vielen Mitarbeitern angenommen, dass es für das Unternehmen gefährlich wird, wie das "Handelsblatt" berichtet. Der Betriebsrat hatte schon vor einiger Zeit davor gewarnt und die Zustimmung zu weiteren Aufhebungsverträgen verweigert, weil er um die Zukunft des Unternehmens fürchtete.
Im Werk in Kaiserslautern ist der Aderlass dem Bericht zufolge so dramatisch, dass Insider fürchten, die Produktion könnte zum Erliegen kommen. Das Unternehmen habe mit 200 Abwanderungswilligen gerechnet, stattdessen seien es bis zu 600 und damit fast ein Drittel der Belegschaft. Opel zahlt Mitarbeitern durchschnittlich 200.000 Euro Abfindung, allein am Standort Kaiserslautern sind dafür 20 Millionen Euro eingeplant.