Moderne Autos speichern zahlreiche Daten über ihre Fahrer. Damit wird auch der Schutz dieser Daten immer wichtiger. "Der Kunde entscheidet, was er nutzen möchte", stellt Renata Jungo Brüngger, im Daimler-Vorstand für das Ressort Integrität und Recht, in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" klar. Die älteren Kunden seien erfahrungsgemäß skeptischer und legten mehr Wert auf den Schutz ihrer Daten. Die Jüngeren hingegen "sehen den Mehrwert dieser digitalen Services und wollen sie auch nutzen".
Für Jungo Brüngger ist es daher wichtig, dass der Kunde dem Hersteller vertraut und dass er die Wahl hat, an wen seine Daten weitergegeben werden. Vor dem Zugriff fremder Fahrer werden die Daten über unterschiedliche Logins geschützt. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Interessenten wie etwa Versicherungen und Werkstätten.
Den alleinigen direkten Zugriff hat zunächst einmal der Hersteller, was bei den anderen Interessenten für Kritik sorgt. Im sogenannten Nevada-Konzept hat hat die Automobilindustrie festgelegt, dass der Kunde über die Verwendung seiner Daten bestimmen kann. Die Juristin betont allerdings, dass unser Rechtssystem kein Eigentum an Daten kennt, sondern nur Verfügungsrechte daran. Ob ein Eigentumsrecht an Daten nötig ist, wird derzeit diskutiert.
Lesen Sie auch:
Personalwechsel bei VW: Oliver Graf ist neuer Leiter des Bereichs Konzern Datenschutz
Datenschutz bei vernetztem Fahren: EU-Kommission befragt ihre Bürger
Automobilwoche Electronica Talk from the Top: Podiumsgast Daimler-Manager Frank Cornelius
Aus dem Datencenter: