Braunschweig. Im Klagemarathon um den Übernahmepoker zwischen Volkswagen und Porsche gibt es erneut Verzögerungen. Der Anwalt und Kapitalmarktrechtler Franz Braun hat in zwei Verfahren sein Mandat niedergelegt. Nun muss sich ein neuer Kollege einarbeiten, wie das Landgericht Braunschweig am Donnerstag mitteilte. Die zwei für kommenden Mittwoch angesetzten Termine (5 O 2077/11 und 5 O 3086/11) mit Schadenersatzforderungen von rund 1,8 Milliarden Euro und 351 Millionen Euro müssten daher auf den 10. Dezember verschoben werden.
Damit verzögern sich zwei der insgesamt fünf Porsche-Verfahren in Braunschweig. In ihnen klagen Anleger mit ähnlichen Argumenten gegen Verluste, die sie angeblich wegen einer falschen Informationspolitik der Porsche-Mutter PSE im Jahr 2008 während deren Übernahmeversuch bei Volkswagen erlitten haben wollen. Für alle fünf Fälle hätte es am 30. Juli einen Termin zur Verkündung von Entscheidungen geben sollen. Das Datum hat nun nur noch für drei Verfahren Bestand. In dem Klagemarathon mit mehreren juristischen Schauplätzen hatte es immer wieder Verzögerungen und Streitigkeiten um Zuständigkeiten gegeben. (dpa/gem)