Stuttgart. Während des gescheiterten Übernahmeversuchs von Porsche bei Volkswagen hat Niedersachsen immer wieder versucht, einen zu großen Einfluss des Sportwagenbauers zu verhindern. Dies berichtete am Freitag eine Zeugin des Landeskriminalamts vor dem Stuttgarter Landgericht. "Porsche wurde zum Teil behandelt wie ein fremder Dritter. Es wurde versucht, möglichst wenig Auskünfte zu geben." Niedersachsen hält 20 Prozent der Anteile an Europas größtem Autobauer und besitzt durch das VW-Gesetz weitgehende Sonderrechte.
Die Schwaben hatten ihren Anteil an VW schrittweise ausgebaut. Die Staatsanwaltschaft wirft dem einstigen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und Ex-Finanzvorstand Holger Härter Marktmanipulation im Zuge des Einstiegs vor. Die beiden früheren Top-Manager sollen 2008 verschleiert haben, beim VW-Konzern eine Dreiviertelmehrheit fürPorsche anzustreben.Wiedeking und Härter hatten die Vorwürfe energisch zurückgewiesen.