Wolfsburg. BeimAbgas-Skandalsollen einem Bericht zufolge Dutzende Manager ihre Finger im Spiel gehabt haben - doch der Konzern wehrt sich entschieden gegen diese Vorwürfe. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins «Spiegel» sollen mindestens 30 Führungskräfte von den jahrelangen Manipulationen gewusst haben. «Die Zahl entbehrt jeglicher Grundlage», sagte ein Konzernsprecher am Mittwoch.
Laut «Spiegel» deuten zudem Indizien darauf hin, dass der Kreis der Mitwisser sogar noch größer sei. Das Hamburger Magazin zitierte eine nicht näher beschriebene Quelle, die mit der Aufklärung betraut sei, und beruft sich auf die ersten Ergebnisse der internen Revision sowie der extern mit der Aufklärung betrauten US-Anwaltskanzlei Jones Day.
Am Mittwoch öffnete sich noch eine weitere Baustelle: Der Konzern verliert mit Winfried Vahland einen Top-Manager, auf dem große Hoffnungen ruhten für eine Aufarbeitung der Krise und den Neustart in den USA. Der 58-Jährige verlässt VW und tritt seine neue Aufgabe in Nordamerika, dem Ursprungsland der Abgasaffäre, nun doch nicht an.