München. Für den Sportwagenbauer Porsche wird die Luft immer dünner. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) will mit allen Mitteln eine Übernahme von Volkswagen durch Porsche verhindern. "Eine feindliche Übernahme wird nicht klappen", sagte Wulff, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt, dem Onlineportal "süddeutsche.de". Porsche und VW funktionierten nur im Miteinander und nicht im Gegeneinander. Er kenne keine Tiere, bei denen "der Schwanz mit dem Hund wedelt". Laut "süddeutsche.de" ist eine Entmachtung Wiedekings nur noch eine Frage von Stunden.
Wulff drohte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking indirekt mit seinem Einfluss auf mögliche Geldgeber. "Meine Mittel sind die sehr guten Kontakte zu arabischen Investoren und das VW-Gesetz, wonach Niedersachsen mit 20 Prozent Aktien eine Sperrminorität hat." Der Politiker zeigte sich zuversichtlich, "dass wir in den nächsten Tagen zu einem integrierten Konzern VW/Porsche kommen, in dem die Familien Piëch und Porsche die Mehrheitsaktionäre sind und zu Niedersachsen noch Katar als Aktionär hinzukommt". Dann werde Volkswagen 2018 der größte Automobilkonzern der Welt sein. (dpa-AFX/gem)