Wolfsburg. Trotz der Renditeschwäche seiner Kernmarke hat der Volkswagen-Konzern im ersten Halbjahr seinen Betriebsgewinn deutlich steigern können. Das operative Ergebnis als zentrale Kennziffer stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auch dank eines erhöhten Absatzes um 7 Prozent auf 6,19 Milliarden Euro, wie VW am Donnerstag mitteilte. Die größten Ertragsbringer waren erneut die Töchter Audi und Porsche. Bei der Kernmarke VW-Pkw dagegen sank das Ergebnis.
Nach Steuern verdiente der Konzern in den ersten sechs Monaten 5,7 Milliarden Euro - das war ein Plus von mehr als 19 Prozent. Der Umsatz der VW-Gruppe mit weltweit rund 576.000 Beschäftigten lag wie im Vorjahr bei knapp 99 Milliarden Euro. Volkswagen nannte als Grund deutliche Belastungen durch Wechselkurseffekte.
Allein auf das zweite Quartal bezogen musste der Konzern beim operativen Ergebnis Einbußen hinnehmen - es sank um 3,1 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Zu den Wechselkurseffekten kamen Probleme auf Absatzmärkten wie den USA und Südamerika. Im operativen Ergebnis ist allerdings das starke China-Geschäft aus buchhalterischen Gründen nicht enthalten. Nach Steuern stand im zweiten Quartal ein Gewinn von rund 3,19 Milliarden Euro - ein Plus von 12,5 Prozent. Der Umsatz im zweiten Quartal sank um 2,2 Prozent auf knapp 51 Milliarden Euro. (dpa/gem)