Detroit/Zuffenhausen. PS-Profis wie Sebastian Vettel oder Nico Rosberg haben leicht reden. Sie fahren nicht nur stärkere Autos als die Privatiers, die Wochenende für Wochenende auf die Rennstrecken pilgern. Sie haben auch Heerscharen von Ingenieuren und Trainern, die nach jeder Fahrt viele Gigabyte an sogenannten Telemetriedaten auswerten. Aus Längs- und Querbeschleunigung, Bremskraft, Motordrehzahlen, Geschwindigkeit oder Bremsdruck leiten sie entscheidende Tipps für noch bessere Rundenzeiten ab.
In Zeiten von Playstation & Co sorgen die Fahrzeughersteller jetzt aber für einen Hauch Chancengleichheit. Immer mehr Sportwagenfirmen entwickeln virtuelle Trainingsprogramme, bei denen die Realität beinahe zum Computerspiel wird und sich ambitionierte Amateure nach jeder Runde fühlen können wie die PS-Profis.
Zu den ersten Herstellern mit einem entsprechenden Angebot gehörte der Mercedes-Ableger AMG, der bereits für den Flügeltürer SLS einen virtuellen Trainer programmiert hatte. Auch beim neuen GT sowie einer Reihe von anderen AMG-Modellen bieten die Schwaben Fahrzeugdaten und Rundenzeiten zur Auswertung während und nach der Fahrt an.