Stuttgart. Der Prozess gegen den früheren Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und den ehemaligen Finanzvorstand Holger Härter ist mit einem umfangreichen Arbeitsauftrag in die Weihnachtspause gegangen. Der Vorsitzende Richter setzte am Freitag vor dem Landgericht Stuttgart ein Selbstleseverfahren ein, das vorsieht, dass bestimmte Unterlagen nicht mehr im Gerichtssaal verlesen werden. Zwei Leitzordner müssen Richter, Schöffen, Staatsanwälte und Anwälte bis 14. Januar wälzen. Der nächste Verhandlungstag ist schon der 8. Januar, da das Verfahren nicht länger unterbrochen werden darf.
Am letzten Prozesstag vor den Weihnachtsferien wurden ein Mitarbeiter der Porsche-Presseabteilung und ein ehemaliger Vertreter der niedersächsischen Staatskanzlei befragt. Sie brachten allerdings kein Licht in die Frage, ob Wiedeking und Härter schon vor Ende Oktober 2008 Pläne hegten, Volkswagen unter ihre Kontrolle zu bringen.