Frankfurt/Main. Die viel gescholtene deutsche Autoindustrie will sich Umwelttrends stärker öffnen und so ihr Image als Klimakiller loswerden. Nach dem Willen des neuen Präsidenten des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, soll die Branche ökologische Entwicklungen nicht mehr aus ideologischen Gründen ablehnen. "Ich möchte raus aus den ideologischen Schützengräben und suche einen seriösen Dialog mit allen, die sich für die Umwelt engagieren", sagte Wissmann in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Frankfurt. Politiker und Branchenkenner hatten der deutschen Autoindustrie wiederholt vorgeworfen, wichtige Neuheiten wie den umweltschonenden Hybrid- Antrieb und die Dieselpartikelfilter verschlafen zu haben.
Wissmann versicherte, die Branche werde zunehmend schadstoffarme Fahrzeuge entwickeln. Einen kräftigen Schub erhofft er sich von der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) im September in Frankfurt. "Man kann davon ausgehen, dass bei dieser IAA die verstärkten Anstrengungen aller Hersteller zur Schadstoffsenkung und zur Reduzierung von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) sehr klar zum Ausdruck kommen werden", sagte Wissmann.