Detroit. Die amerikanische Automobilarbeitergewerkschaft UAW (United Auto Workers) hat die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag mit Chrysler am Samstag fortgesetzt. Die Bemühungen zur Erreichung eines vorläufigen Tarifabkommens hätten sich intensiviert, schrieb die "Detroit News" am Sonntag in ihrer Onlineausgabe. Eine Chrysler-Sprecherin bestätigte die Gespräche. Die Gewerkschaft nahm keine Stellung.
UAW-Präsident Ron Gettelfinger sei am Freitag im Chrysler-Hauptquartier in Auburn Hills gewesen. Dort seien die Verhandlungen nach einwöchigen Diskussionen auf unterer Ebene in eine intensivere Phase getreten. Die Verhandlungen mit der Ford Motor Co. seien während der Chrysler-Verhandlungen ausgesetzt worden.
Die Gewerkschaft hatte sich am 26. September mit General Motors (GM) über einen neuen vierjährigen Tarifvertrag geeinigt. Die amerikanischen GM-Arbeiter stimmen momentan über das Abkommen ab. Die Gewerkschaft hofft, dass die landesweite Urabstimmung bis 10. Oktober abgeschlossen sein wird.
Nach Darstellung der Zeitung wollen Chrysler und Ford weitergehende Vereinbarungen als die bei GM. Chrysler wolle die gleichen Krankenversicherungs-Vereinbarungen für Betriebsrentner, die die Gewerkschaft Ford und GM bereits 2005 gewährt hatte. Dies würde für das Unternehmen jährliche Einsparungen von 300 Millionen Dollar bedeuten.