Moskau. Der weltgrößte Autokonzern Toyota hat seine Absatzprognose für Russland im kommenden Jahr reduziert. Toyota rechne nun für 2009 mit einem Absatzplus von nur noch fünf Prozent, berichtet die Tageszeitung "Vedomosti" (Freitagausgabe) unter Berufung auf Vize-Europachef Thierry Dombreval. Vor einem Monat hätten die Japaner noch mit 15 Prozent mehr Verkäufen gerechnet. Allerdings plane Toyota keine Investitionskürzungen auf dem russischen Markt, versicherte Dombreval laut "Vedomosti".
Der US-Autobauer Ford sieht auf dem russischen Kfz-Markt eine Verlangsamung des Wachstums von 25 Prozent zum Jahresauftakt auf nunmehr fünf Prozent. Im kommenden Jahr könnte die Branche laut der Zeitung stagnieren. Dieses Risiko werde auch von Renault gesehen. Jean-Michel Jalinier, Russland-Chef des französischen Automobilkonzerns, wolle noch drei bis vier Wochen warten, bevor er über eine mögliche Revision seiner Absatzschätzung entscheide, schreibt die Zeitung.
Als Ursache des Einbruchs im europäischen und US-amerikanischen Kfz-Gewerbe wird die Finanzkrise betrachtet, die zu einer weltweiten Liquiditätsknappheit geführt hat. Viele Banken leihen sich untereinander kaum noch Geld und vergeben Kredite an ihre Kunden restriktiv. (dpa/fin)