Tokio. Auch der führende japanische Autokonzern Toyota muss angesichts der Konjunkturkrise seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr kräftig zusammenstreichen. Wie der erfolgsverwöhnte Branchenprimus am Donnerstag bekanntgab, wird wegen des starken Yen nur noch ein Gruppengewinn von 550 Milliarden Yen (4,3 Mrd Euro) erwartet. Anfangs war Toyota noch von einem Reinerlös zum Bilanzstichtag 31. März 2009 von 1,25 Billionen Yen ausgegangen. Damit liegt der vorausgesagte Ertrag nun um 68 Prozent unter dem Vorjahresergebnis.
"Wir haben schon öfter Ölschocks und einen steigenden Yen erlebt und diese Probleme überwunden und Wachstum erzielt. Aber die jetzige Situation stellt einen Notfall dar wie wir ihn noch nie erlebt haben", sagte Vize-Präsident Mitsuo Kinoshita in Tokio. Unter Vorsitz von Toyota-Chef Katsuaki Watanabe wurde ein Krisenstab eingerichtet, der sämtliche laufenden und geplanten Projekte auf den Prüfstand stellen soll, um Kosten zu senken und höhere Absätze zu erzielen.
Die Prognose für den Betriebsgewinn musste Toyota von 1,6 Billionen Yen auf 600 Milliarden Yen ebenfalls drastisch nach unten korrigieren. Beim Umsatz dürften es in diesem Jahr 23 Billionen statt 25 Billionen Yen werden.