Tokio. Der japanische Autobauer Toyota reagiert mit weiteren Produktionskürzungen und geringeren Bonuszahlungen für tausende Manager auf die Absatzkrise im Automarkt. Toyota werde die Produktion an drei Fließbändern seines Werks in zentraljapanischen Tahara am Ende des Monats für zwei Tage stoppen und damit knapp 5000 Autos der Luxusmarke Lexus weniger bauen, teilte der Konzern am Dienstag in Tokio mit. Zudem sollen am Standort einer Tochtergesellschaft die Bänder Ende Dezember ebenfalls für zwei Tage stillstehen.
Rund 8700 Toyota-Manager müssen sich zudem auf geringere Bonuszahlungen einstellen. Die Boni werden laut dem Autobauer um zehn Prozent gekürzt. Das Unternehmen machte keine Angaben zur Höhe der daraus resultierenden Einsparungen. In Japan waren die Autoverkäufe im Vormonat um 27 Prozent eingebrochen und lagen damit auf dem niedrigsten November-Niveau seit 39 Jahren. Experten erwarten, dass Toyota Ende Dezember wesentlich schwächere Absatzzahlen und Schätzungen für seine Produktion und bekannt geben wird.
Erst Anfang November hatte der Autokonzern seine Jahresprognose zusammengestrichen und erwartet nun einen um 68 Prozent geringeren Gruppengewinn. Der erfolgsverwöhnte Branchenprimus leidet wie ein Großteil seiner Konkurrenten unter dem Absatzrückgang vor allem auf dem wichtigen US-Markt. (dpa-AFX/gem)