Paris. Toyota sieht eine Besserung im angeschlagenene Autoklima in Europa. Das sagte Toyotas Europa-Chef Tadashi Arashima am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa Paris. "Langfristig wird der Absatz kleiner Autos in Europa zulegen, aber es wird immer Leute geben, die größere Autos brauchen."
Auf dem deutschen Markt habe Toyota zuletzt gelitten, weil der Lebenszyklus einiger Modelle sich dem Ende nähere. "Das wird sich 2009 ändern", sagte Arashima. "Mit dem Kleinstwagen iQ und dem Avensis werden wir viel Interesse finden. Technologisch sind wir nächstes Jahr viel wettbewerbsstärker. 2009 wird völlig anders." Eine bezifferte Marktprognose wollte Arashima nicht abgeben.
Skeptisch äußerte sich Arashima zum Markt für Elektroautos, auf die der Konkurrent Renault-Nissan massiv setzt: "Wo gibt es echte E- Fahrzeuge?" Mit der Entwicklung von Batterien für seine Hybridfahrzeuge bereite Toyota auch die Zukunft des E-Autos vor, aber langfristig. Dabei achte der weltgrößte Autobauer darauf, die Kerntechnologien im Konzern zu entwickeln. "Die Batterie ist eine Schlüsseltechnologie für die Hybridfahrzeuge", sagte Arashima. "Die Leute glauben, Toyota kaufe die Batterien bei Panasonic, aber Toyota hat die Mehrheit an dem Batteriehersteller."
Toyota will 2009 trotz der Finanzkrise den Konzernabsatz um rund 200 000 auf 9,7 Millionen Autos steigern. Dabei setzten die Japaner auf Innovationen wie den abgasarmen Kleinstwagen iQ und die neue Generation Hybridfahrzeuge sowie auf die gebremst weiter wachsenden Märkte Brasilien, Russland, Indien und China. Der Europa-Absatz des Hybridautos Prius soll 2009 von 43 000 auf 60 000 bis 70 000 zunehmen. Wegen der hohen Investitionen in die Produktentwicklung schließt Toyota Kostenteilungen mit Konkurrenten nicht aus. "Wir sind offen für Partnerschaften, auch mit Europäern", sagt Arashima. Übernahmen plane Toyota aber nicht. (dpa/feb)