Gelsenkirchen/Rüsselsheim. Die Mode in der Autowelt lässt sich in wenigen Stichworten zusammenfassen: Da gibt es den Trend zur "SUV" genannten Mischung aus Kombi und Geländewagen, es gibt die begehrten Kleinwagen, und es ist auch durchaus modern, dem Wagen mit aktueller Antriebstechnik einen "grünen" Anstrich zu geben. Was im Hinblick auf modische Autos kaum genannt wird, sind Begriffe wie Stufenheck, Limousine und Mittelklasse. Doch die Viertürer und Familienfahrzeuge fristen deswegen noch lange kein Nischendasein. Vielmehr sind in den kommenden Jahren zahlreiche neue Modelle zu erwarten, die in den Zulassungsstatistiken einiges bewegen dürften.
Typische Mittelklasse-Fahrzeuge sind zwar nicht Mode - sie werden aber trotzdem oder auch gerade deswegen immer noch gern gekauft. Das zeigte jüngst auch der Erfolg der neu eingeführten Generation des Audi A4. Und weil neue Modelle meist auch für steigenden Absatz sorgen, sehen Experten wie der Automobilforscher Ferdinand Dudenhöffer von der Fachhochschule Gelsenkirchen für die kommenden Jahre eine merklich steigende Nachfrage im Bereich der Mittelklasse.
"Im Jahr 2007 wurden rund 710.000 Fahrzeuge der Mittelklasse in Deutschland verkauft, bis zum Jahr 2010 wird diese Zahl auf 800.000 Fahrzeuge steigen", so Dudenhöffer. Danach allerdings bewegen sich die Zahlen den Vorhersagen zufolge wieder nach unten und werden 2012 bei etwa 738.000 Verkäufen liegen. "Die Schwankungen gibt es wegen der Modellneuheiten."