Washington. Das US-Finanzministerium hat am Mittwoch ein neues Programm zur gezielten Stützung von Zulieferern der bedrängten Autobauer General Motors und Chrysler aufgelegt. Beide Konzerne stehen am Rande des Zusammenbruchs und befinden sich in einem Wettlauf mit der Zeit: Sie müssen binnen weniger Wochen Wege zur Entschuldung und zu massiven Kosteneinsparungen finden, um Regierungshilfen nicht zu verlieren.
Dem Ministerium zufolge wird die Opel-Mutter GM einen Dispokredit in Höhe von zwei Milliarden Dollar erhalten, um damit Schulden bei ihren Zulieferern zu begleichen, die ebenfalls um ihr Überleben kämpfen. Chrysler erhält eine Kreditlinie von 1,5 Milliarden Dollar. Dem Unternehmen Ford wurde ebenfalls ein Kredit angeboten, soll ihn aber abgelehnt haben. GM und Chrysler haben bereits zuvor zusammen 17,5 Milliarden Dollar an Regierungskrediten erhalten.
Das Programm folge der Erkenntnis, "wie wichtig die einheimische Zulieferer-Kette dafür ist, Amerikas Autoindustrie am Laufen zu halten", sagte GM-Sprecher Dan Flores. "Dieses Programm wird den Zulieferern in diesen sehr schwierigen ...Zeiten sehr stark benötigte Liquidität eröffnen." (dpa/gem)