Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler wird nach einer spürbaren Erholung im zweiten Quartal optimistischer für seine Ergebnisse im Gesamtjahr. Während sich das Geschäft mit Teilen für Neuwagen und mit Ersatzteilen besser entwickelte, enttäuschte die in den vergangenen Quartalen stützende Sparte für die Industriezulieferung außerhalb des Autogeschäfts. Hier will Vorstandschef Klaus Rosenfeld nun gegensteuern und stärker auf die Kostenbremse treten. Trotz der verbesserten Aussichten für die Umsatzrendite im Gesamtkonzern ging es für die Schaeffler-Aktie abwärts.
Das im SDax notierte Papier lag am Vormittag in einem schwachen Gesamtmarkt zuletzt mit mehr als zwei Prozent im Minus bei 5,645 Euro. Damit hat es im bisherigen Jahresverlauf rund elf Prozent verloren. Die angehobenen Ziele im Gesamtkonzern lägen auf Linie dessen, was Analysten en gros ohnehin erwartet hätten, schrieb Fachmann Himanshu Agarwal von der US-Investmentbank Jefferies in einer Einschätzung. Stifel-Experte Alexander Wahl sprach von deutlich verfehlten Erwartungen in der Industriesparte.