Santa Ana. Hunderte von amerikanischen Klägern erhoffen sich Geld von der Sammelklage gegen den japanischen Autobauer Toyota. Doch die Erfahrung bei früheren Sammelklagen gegen Autohersteller ist für die Kläger eher ernüchternd, wie das "Wall Street Journal" schreibt. Die gewonnenen Kompensationen gingen manchmal direkt an Wohltätigkeitsfonds. Gelegentlich erhielten die Kläger zur Entschädigung Gutscheine von begrenztem Wert.
2008 etwa endete eine Sammelklage gegen Ford wegen explodierender Firestone-Reifen vor allem beim Geländewagen Explorer in einem Vergleich: Die Autobesitzer erhielten Gutscheine, die den Kauf eines Ford Explorer um 500 Dollar verbilligten, den Kauf eines anderen Ford-Modells um 300 Dollar. Dem Bericht zufolge haben bis März nur 148 von 1647 Begünstigen ihren Gutschein eingelöst. Die Anwälte der Kläger kassierten derweil rund 19 Millionen Dollar.
Bei einer anderen Sammelklage gegen Honda wegen falscher Angaben zum Benzinverbrauch kam es 2007 zu einem Vergleichsangebot des Autobauers. Dabei wurden den Klägern DVDs mit Tipps zur Senkung des Benzinverbrauchs angeboten - für einige Kläger gab es Gutscheine im Wert zwischen 100 und 1000 Dollar zum verbilligten Kauf eines neuen Hondas. Erst kürzlich allerdings wies ein Richter das Angebot zurück, der Ausgang ist noch offen.