Frankfurt/Main/Duisburg. Die Abwrackprämie ist ausgelaufen und der Verkauf von Autos stockt - nun setzen viele Hersteller im Kampf gegen die Flaute immer stärker auf Rabattaktionen. In der Spitze werden Nachlässe von 34 Prozent vom Listenpreis gewährt, heißt es in der am Montag veröffentlichten monatlichen Untersuchung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer vom Auto-Forschungszentrum der Universität Duisburg-Essen. "Im gleichen Tempo wie die Verkäufe zurückgehen kommen die Rabatt-Aktionen wieder ins Angebot", schreiben die Autoren.
Das Forschungszentrum erfasste im Oktober 306 Rabattaktionen, das waren 29 mehr als im September. Dabei wurden nur veröffentlichte Aktionen der Hersteller wie Sondermodelle, Sonderzinsen oder besondere Eintauschprämien für Altfahrzeuge gezählt, nicht aber die von Händlern zusätzlich gewährten Rabatte. Hohe Rabatte räumen demnach Peugeot (bis zu 34 Prozent), Citroën (bis zu 34 Prozent) und Ford (bis zu 27 Prozent)ein. Beim Toyota Auris können Kunden bis zu 26 Prozent sparen. Volkswagen halte sich mit Preisvorteilen von maximal 14 Prozent durch ein "All Inclusive Paket" dagegen zurück. Nach Einschätzung der Autoren wird sich dies aber in den kommenden Monaten ändern. Unter den Premiumanbietern führe derzeit Mercedes die Rabattfront mit bis zu 19 Prozent Nachlass an.
Die zunehmenden Rabatte sind Dudenhöffer zufolge ein deutlichen Signal, "dass der deutsche Automarkt in eine Rezession läuft, während die Gesamtwirtschaft sich langsam aus der Krise erholt". Nach den Prognosen des Forschungszentrums werden kommendes Jahr in Deutschland 2,8 Millionen Neuwagen zugelassen, das sind eine Million weniger als im laufenden Jahr erwartet. Mit der im September ausgelaufenen Abwrackprämie hatte die Bundesregierung den Kauf von zwei Millionen Neuwagen mit jeweils 2500 Euro gefördert. (dpa/gem/fin)