Stuttgart. Die Anklage gegen den früheren Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und den ehemaligen Finanzvorstand Holger Härter steht immer mehr auf wackeligen Füßen. Richter Frank Maurer machte am Donnerstag in Stuttgart deutlich, dass er es bei einem Teil der Anklage für schwierig halte, den von der Staatsanwaltschaft unterstellten Vorwurf der Marktmanipulation aufrecht zu erhalten. Es werde schwierig, eine Täuschungsabsicht sicher festzustellen. Dabei geht es um mehrere Porsche-Mitteilungen im Zuge der gescheiterten Übernahme von Volkswagen.
Entschieden ist in dem Verfahren aber noch nichts. Richter Maurer sagte am zwölften Verhandlungstag zugleich, seine vorläufige Einschätzung basiere auf Zeugenaussagen. Die Aktenlage könne noch ein anderes Bild ergeben. Die Staatsanwaltschaft wirft Wiedeking und Härter vor, die Anleger über die wahren Absichten getäuscht zu haben. Die VW-Aktie war damals wegen der Übernahmepläne in die Höhe geschnellt. 2008 schwankte der VW-Kurs stark, Anleger verloren Milliardenbeträge.