Leipzig/Stuttgart. Der Sportwagenbauer Porsche will in den nächsten Monaten über den Produktionsstandort für seinen neuen kleinen Geländewagen Cajun entscheiden. "Eine Entscheidung, in welchem Werk das Auto gebaut wird, ist noch nicht gefallen", sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag in Stuttgart. Der Aufsichtsrat des Autobauers habe den Vorstand am Montag beauftragt, den kleinen Bruder des Geländewagens Cayenne zur Serienreife zu bringen. "Dazu gehört auch die Festlegung eines Produktionsstandorts."
Das neue Modell kommt voraussichtlich 2013 auf den Markt. Deshalb müsste dem Vernehmen nach spätestens innerhalb des ersten Halbjahres 2011 geklärt werden, wo das Auto produziert wird. Der Cajun wird auf Basis des Audi-Modells Q5 entwickelt.
Neben dem Porsche-Werk in Leipzig kommen auch die Audi-Standorte in Ingolstadt und Neckarsulm infrage. Die VW-Tochter soll künftig die Federführung bei den Geländewagen im VW-Konzern übernehmen, in den auch Porsche Schritt für Schritt integriert wird. Eine weitere Möglichkeit wäre der VW-Nutzfahrzeuge-Standort in Hannover.
Die "Leipziger Volkszeitung" (Dienstag) hatte berichtet, die Entscheidung für Leipzig sei bereits gefallen. Es sei ein massiver Ausbau des Werkes geplant, mit der Stadt hätten bereits entsprechende Gespräche stattgefunden. Derzeit sind rund 650 Mitarbeiter an dem Standort beschäftigt. In Leipzig werden bereits die Modelle Cayenne und Panamera montiert.
Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück pocht darauf, dass das neue Fahrzeug komplett bei dem Sportwagenhersteller gebaut wird. "Wir sollten nicht nur einzelne Teile für die neue Baureihe bauen", hatte er zuletzt der Nachrichtenagentur dpa gesagt. (dpa/swi)