Stuttgart/Weissach. Der Sportwagenbauer Porsche reagiert mit einem sparsamen Hybrid-Antrieb auf die anhaltende Klimadiskussion. Der großvolumige sportliche Geländewagen Cayenne wird zum Ende des Jahrzehnts mit einer Kombination aus Benzin- und Elektromotor (Hybrid) angeboten. Der Leiter der Hybrid-Entwicklung, Michael Leiters, sagte am Montag im Porsche-Entwicklungszentrum in Weissach (Kreis Böblingen), auch eine starke Marke wie Porsche müsse Antriebslösungen mit niedrigen Verbrauchs- und Emissionswerten anbieten. Sonst beginne die soziale Akzeptanz von Porsche zu bröckeln. Der Hybrid-Porsche soll nur 8,9 Liter Benzin verbrauchen; heute schluckt der sparsamste Cayenne nach dem vorgeschriebenen neuen europäischen Fahrzyklus noch 12,9 Liter auf 100 Kilometer.
Porsche sei überzeugt, dass die Sensibilität der Käufer hinsichtlich der Umweltverträglichkeit ihrer Fahrzeuge künftig erheblich zunehmen werde, meinte Leiters. Kritik am Verhalten der deutschen Automobilindustrie im Zusammenhang mit der Entwicklung von Hybrid-Antrieben wies er zurück. Allein Porsche sei es in den vergangenen 15 Jahren gelungen, den CO2-Ausstoß jedes Jahr um 1,7 Prozent zu reduzieren - "ein Spitzenwert in der Automobilindustrie". Aber für großvolumige Oberklasse-Fahrzeuge stoße man jetzt an physikalische Grenzen.