München. Volkswagen hat nach Bekanntwerden des Abgas-Skandals in Europa kräftig Marktanteile eingebüßt. Im November kamen weniger als ein Viertel der neu zugelassenen Autos von den Marken des Konzerns, wie am Dienstag aus den Zulassungszahlen des Herstellerverbandes ACEA hervorging. Volkswagens Marktanteil sank im Jahresvergleich um 2,3 Prozentpunkte auf 24,3 Prozent. Vor allem die Pkw-Kernmarke VW büßte an Marktmacht ein. Aber auch Audi, Skoda und Seat gaben im Jahresvergleich Anteile an die Konkurrenz ab. Lediglich Porsche konnte seinen Anteil an den Neuzulassungen stabil halten.
Zwar wuchsen die Neuzulassungen von Pkw aus dem VW-Konzern um 4,1 Prozent auf 263.797, die Konkurrenz legte aber wesentlich kräftiger zu. So setzte Daimler 22,8 Prozent mehr Fahrzeuge ab, BMW legte um 10,1 Prozent zu. Auch Ford (20,5 Prozent) und Opel (18,3) legten zweistellig zu - und wuchsen damit schneller als der Markt.
Insgesamt wurden laut ACEA in der EU knapp 1,1 Millionen Autos zugelassen, 13,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das war der 27. Anstieg in Folge. Im Oktober hatte sich das Verkaufsplus noch deutlich auf 2,9 Prozent abgeschwächt. Die Affäre bei VW war Ende September öffentlich geworden.