Paris. Nach Toyota ruft der französische Autokonzern PSA Peugeot Citroën zehntausende Autos wegen derselben Probleme mit dem Gaspedal zurück. Betroffen seien europaweit 97.000 in Tschechien gefertigte Autos der Typen Peugeot 107 und Citroën C1, teilte PSA am Monag mit. Dies seien weniger als zehn Prozent der in Europa zugelassenen 107 und C1.
In Deutschland sind nach Angaben eines Peugeot-Sprechers 4400 Fahrzeuge vom Typ 107 betroffen. Vom Citroen C1 werden in Deutschland 5500 Fahrzeuge zurückgerufen. Es handelt sich um Fahrzeuge, die zwischen Februar 2005 und August 2009 produziert wurden. PSA zufolge sind das in Europa insgesamt rund 97.000 Pkw. Besitzer solcher Fahrzeuge in Deutschland erhalten in Kürze vom Kraftfahrbundesamt (KBA) ein entsprechendes Schreiben und werden zur Überprüfung in eine Vertragswerkstatt gebeten.
"Unsere Händler in Deutschland werden heute über den Rückruf informiert. Wir möchten betonen, dass er aus rein vorsorglichen Gründen erfolgt", sagte PSA-Sprecherin Flora Bellina am Montag der Automobilwoche.
Toyota ruft in Nordamerika, China und Europa mehrere Millionen Autos zurück, bei denen die Gaspedale klemmen können. Darunter ist auch der Aygo. In Kolin in Tschechien bauen Toyota und PSA gemeinsam Kleinwagen. Das Werk TKCA wird von Toyota geführt und die Technik ist japanisch. Toyota lässt dort den Aygo vom Band rollen, PSA den Peugeot 107 und den Citroën C1. Die Bauteile sind weitgehend identisch. Weniger als zehn Prozent der seit 2005 in Kolin gebauten eine Million PSA-Autos sind betroffen.
Das anfällige Gaspedal wurde vom US-Zulieferer CTS geliefert. CTS sieht das Problem allerdings bei Toyota. Der weltgrößte Autobauer hat sich für die Rückrufaktion entschuldigt.