Detroit. Durch die Pannenserie bei Toyota wurden die Karten auf dem wichtigen US-Automarkt neu gemischt. US-Rivale Ford konnte sich im Januar auf Rang zwei vor den japanischen Weltmarktführer schieben, der mit einem Absatzeinbruch von 16 Prozent zu kämpfen hat. Die deutschen Autohersteller profitierten im Januar von der Wiederbelebung des US-Marktes und holten deutlich auf. Auch US-Branchenführer General Motors (GM) fand nach langer Durststrecke neuen Atem.
Deutschlands größter Autobauer Volkswagen konnte seine Verkäufe um 41 Prozent auf 18.000 Stück hochschrauben. Die Tochter Audi wuchs ebenfalls zweistellig, Porsche einstellig, wie die am Dienstagabend vorgelegten Zahlen zeigen. Daimler erzielte mit seiner Marke Mercedes-Benz ein Plus von 45 Prozent auf 15.158 Autos. Der BMW-Konzern verkaufte mit 15.410 Autos 7,7 Prozent mehr, wobei die Marke BMW um 15 Prozent zulegte. Allerdings kommen die Hersteller aus einem tiefen Tal: Im Vorjahresmonat war der Absatz auf dem weltgrößten Automarkt in der US-Rezession drastisch eingebrochen.
Insgesamt übertrafen die deutschen Hersteller nach Zahlen des Verbands der Automobilindustrie (VDA) das Vorjahresergebnis mit 56.760 Autos um 24 Prozent. Damit konnten sie ihren Marktanteil um mehr als einen Prozentpunkt auf über acht Prozent steigern.