Flensburg (dpa) - Der angeschlagene Autohersteller Opel hat im ersten Halbjahr 2009 gute Erfolge auf dem deutschen Markt erzielt. In den ersten sechs Monaten wurden mehr als 187.000 Opel-Fahrzeuge neu zugelassen; das sind knapp 30 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Donnerstag in Flensburg mit. Allein das Juni-Plus für Opel betrug 56 Prozent, das war für diesen Monat der höchste Zuwachs aller deutschen Automarken.
Noch stärker als Opel profitierten in den ersten sechs Monaten Ford (plus 44 Prozent) und Marktführer VW (plus 31 Prozent) von der staatlichen Abwrackprämie sowie viele ausländische Hersteller von Kleinwagen. Den größten Sprung nach vorn machte unter den größeren Anbietern der koreanische Autobauer Hyundai mit einem Plus von 131 Prozent, vor Fiat mit 106 Prozent Absatzzuwachs. Auch die ausländischen VW-Konzernmarken Skoda (plus 63 Prozent) und Seat (plus 56 Prozent) waren am Markt erfolgreich.
Der Markt wird laut KBA mittlerweile zu 63 Prozent von Klein- und Kompaktwagen dominiert. Auf der Verliererseite finden sich somit die Hersteller von Autos der Mittel- und Oberklasse. Mercedes verbuchte im ersten Halbjahr ein Absatzminus von 16 Prozent, BMW/Mini von knapp neun Prozent und Porsche von zwölf Prozent. Lediglich Audi konnte sich in dieser Liga mit einem minimalen Plus von 1,4 Prozent dem Abwärtssog entziehen. Der gesamte Markt wuchs jedoch um 26 Prozent auf 2,06 Millionen Autos.
[Kraftfahrt-Bundesamt]: Fördestraße 16, 24944 Flensburg dpa gi yyno z2 bb