Flensburg. Die Autoverkäufe sind in Deutschland nach dem Ende der Abwrackprämie auf dem Sinkflug. Gegen den Trend zulegen konnten im Mai Mercedes-Benz sowie einige Nischenanbieter, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht. Die Kernmarke des Daimler-Konzerns steigerte die Neuzulassungen um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf rund 26.800 Stück.
Ebenfalls im Plus waren der japanische Hersteller Mazda die mittlerweile zum indischen Tata-Konzern gehörenden britischen Marken Land Rover und Jaguar, die von Chinesen übernommene Schwedenmarke Volvo sowie die nun unter Fiat-Leitung stehende US-Marke Chrysler.
Insgesamt gingen die Neuzulassungen im Mai um 35 Prozent auf 249.700 Wagen zurück. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hatte gestern eine leicht höhere Zahl gemeldet.
Branchenprimus Volkswagen (VW) musste im Mai einen Rückgang von 34 Prozent auf 54.100 Wagen hinnehmen. VW hatte im vergangenen Jahr besonders stark von der Abwrackprämie profitiert. Bei der Ingolstädter Konzerntochter Audi sanken die Verkäufe um 8,5 Prozent auf 19.400 Fahrzeuge. Die Münchener Konkurrenz von BMW verkaufte mit der Kernmarke und der britischen Tochter Mini zusammen knapp 23.000 Wagen, rund 15 Prozent weniger als vor einem Jahr. Bei Porsche sanken die Verkäufe um gut ein Fünftel auf rund 1300 Exemplare.
Nach fünf Monaten im laufenden Jahr betrug das Minus rund 28 Prozent auf 1,18 Millionen Fahrzeuge. Für das Gesamtjahr rechnen die Verbände mit einem Verkaufsrückgang von rund einer Million Fahrzeuge und damit einem Absatz von rund 2,8 Millionen Neuwagen. (dpa/fin)