Köln. Die Motorenproduktion bei Ford in Köln ist wegen eines Absatz-Einbruchs in den USA stark gesunken. Der Betriebsrat der Kölner Ford-Werke, Dieter Hinkelmann, sagte der Zeitschrift "auto motor und sport", er fürchte um die Kölner Motorenproduktion. In Spitzenzeiten seien jährlich im Drei-Schicht-Betrieb 680.000 Motoren in die USA geliefert worden, derzeit werde nur noch im Ein-Schicht- Betrieb produziert. Für 2008 sei noch mit höchstens 200.000 Motoren zu rechnen. Ford-Sprecher Bernd Meier sagte dazu, von 17.300 Ford- Mitarbeitern in Köln seien nur rund 920 in der Motorenproduktion beschäftigt. Entlassungen seien bis Frühjahr 2011 grundsätzlich ausgeschlossen.
Zwar seien bei den Motoren bereits Arbeitsplätze weggefallen, alle diese Mitarbeiter seien aber ausnahmslos in Bereiche wie Fahrzeugfertigung, Getriebe- oder Ersatzteilproduktion gewechselt. Im Standortsicherungs-Abkommen von Anfang 2006 sei bereits vereinbart worden, dass eine Ersatz- oder Nachfolgeproduktion für das Motorenwerk gefunden werden soll, betonte der Ford-Sprecher. Schon 2006 habe sich die Absatzkrise in den USA abgezeichnet. Im Kölner Motorenwerk werden Vier-Liter-Motoren für US-Modelle gefertigt und exportiert. 2007 wurden nach Ford-Angaben noch rund 264.700 Motoren für den US-Markt hergestellt.