Sindelfingen. Kurz vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde lassen die Metaller im Südwesten noch einmal die Muskeln spielen. Am Mittwochmorgen kamen in Stuttgart-Zuffenhausen Beschäftigte zu einer Kundgebung zusammen, darunter Mitarbeiter von Porsche, Alcatel Lucent und Bosch.
"Wir fordern vom Arbeitgeberverband keine Geschenke, wir wollen nur, was uns zusteht", sagte Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück. "Die Gewinne haben wir erwirtschaftet, und jetzt wollen wir einen Teil davon haben, und den werden wir uns holen."
Die IG Metall fordert für die 3,7 Millionen Beschäftigten der Branche, davon knapp 800.000 aus dem Südwesten, 5,5 Prozent mehr Geld, einen verbesserten Zugang zur Altersteilzeit sowie eine bezuschusste Weiterbildungsteilzeit. Gewerkschaft und Arbeitgeber treffen sich am Nachmittag (15.00 Uhr) in Sindelfingen (Kreis Böblingen) zu Verhandlungen.
Zuvor hat die IG Metall unter anderem bei Porsche und Bosch sowie beim Unternehmen des Südwestmetall-Chefs Stefan Wolf, ElringKlinger, zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Vor dem Verhandlungslokal in Sindelfingen ist eine Aktion der Metall-Jugend geplant.
Die Arbeitgeber wollen zwar an ihrem bisherigen Entgeltangebot von 2,2 Prozent mehr Geld festhalten, deuteten aber Kompromissbereitschaft bei anderen Forderungen der IG Metall an. (dpa-AFX/gem)