Stuttgart. Vor einem drohenden Verfahren wegen Marktmanipulation bekommt der frühere Porsche-Finanzchef Holger Härter mehr Zeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Seiner Verteidigung sei eine Fristverlängerung für eine Stellungnahme eingeräumt worden, sagte ein Sprecher des Stuttgarter Landgerichts am Montag und bestätigte Informationen des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel». Härters Anwälte haben demnach nun bis Anfang September Zeit, Stellung zu nehmen. Erst danach werde entschieden, ob die Anklage überhaupt zugelassen wird.
Hintergrund sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Härter und seinen früheren Chef Wendelin Wiedeking wegen des Verdachts der Marktmanipulation während der Übernahmeschlacht mit VW.Härter war in dem Zusammenhang erst kürzlich wegen Kreditbetrugs verurteilt worden. Seine Verteidigung kümmert sich derzeit um die Revision gegen das Urteil. Das sei auch der Grund, warum die Stellungnahmefrist in dem anderen Fall verlängert wurde, erklärte das Landgericht. Die Verteidigung sei mit dem ersten Verfahren «noch belastet». (dpa/swi)Mehr Zeit für Ex-Porsche-Finanzchef
Das Stuttgarter Landgericht hat den Verteidigern von Porsches früherem Finanzchef Holger Härter mehr Zeit für die Abgabe einer Stellungnahme eingeräumt. Grund ist das gerade abgeschlossene Verfahren gegen den Manager.