Stuttgart. Mit dem neuen Porsche-Chef Matthias Müller übernimmt ein enger Vertrauter des VW-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn das Steuer der Sportwagenschmiede. Der 57-Jährige gilt als besonnener, aber auch zupackender Manager, der auch mal Kante zeigen kann. In der Autobranche hat Müller den Ruf eines exzellenten Produktstrategen und gilt als einer der wichtigsten Männer im VW-Konzern.
Auch in Stuttgart-Zuffenhausen wird der VW-Mann als gute Wahl für die Nachfolge von Michael Macht angesehen. Mit seiner offenen Art konnte Müller bereits bei Betriebsversammlungen zur Standortsicherung bei Porsche punkten. "Ich komme nicht nach Zuffenhausen, um hier die Interessen von Volkswagen durchzusetzen", lautete die Kernbotschaft von Müller an die Porsche-Belegschaft nach dem verlorenen Übernahmekampf mit VW.
Auf dem Autosalon in Paris will der 50-jährige Macht an diesem Donnerstag den Stab an seinen Nachfolger übergeben. Offizieller Amtsantritt von Müller ist ein Tag später am 1. Oktober. Hinter den Kulissen feilt der neue starke Mann in Stuttgart aber bereits seit Wochen an der Zukunftsstrategie für Porsche.